Yuki, 47 Jahre alt, japanisch-amerikanische Softwareingenieurin aus Seattle, wurde bei einer Routineuntersuchung mit einem kleinen hepatozellulären Karzinom diagnostiziert. Ihr US-Krankenhaus stellte einen Kostenvoranschlag von 95.000 $ für eine laparoskopische Leberresektion aus und nannte eine Wartezeit von sechs Wochen für die Operationsplanung. Ihr Onkologe wies darauf hin, dass das laparoskopische Leberoperationsvolumen in den USA vergleichsweise gering sei — in den meisten Zentren weniger als 50 Fälle pro Jahr.
Nach eigenen Recherchen identifizierte Yuki das Southwest Hospital der Army Medical University in Chongqing als eines der weltweit volumenstärksten Zentren für laparoskopische hepatobiliäre Chirurgie. ChinaCare koordinierte ihre Versorgung aus der Ferne: Sie übermittelte ihre Bildgebung und Pathologieberichte und erhielt innerhalb von fünf Tagen die operative Einschätzung des hepatobiliären Teams. Der Chirurg hatte über 800 laparoskopische Leberresektionen durchgeführt.
Yuki flog nach Chongqing — eine Stadt, an deren Besuch sie nie gedacht hatte — und war sofort beeindruckt von der dramatischen Berglandschaft und der spektakulären nächtlichen Skyline. Die Operation wurde laparoskopisch mit einem vier Zentimeter langen Schnitt durchgeführt. Am fünften Tag wurde sie entlassen. Sie verbrachte weitere 13 Tage zur Erholung in Chongqing, unternahm eine Yangtze-Flusskreuzfahrt und besuchte die Dazu-Felsbilder. Gesamtkosten inklusive Operation, Krankenhausaufenthalt, Unterkunft und Hin- und Rückflug von Seattle: 7.200 $. Ihre Drei-Jahres-Nachsorgebildgebung blieb unauffällig. „Der Chirurg sagte mir, er habe diese Operation über 800 Mal durchgeführt. Diese Zahl ist wichtig, wenn es um Ihre eigene Leber geht."